{"id":187,"date":"2024-05-07T00:44:03","date_gmt":"2024-05-06T22:44:03","guid":{"rendered":"https:\/\/caboverde.opa.cool\/?p=187"},"modified":"2024-05-07T00:53:54","modified_gmt":"2024-05-06T22:53:54","slug":"bananenstaat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/caboverde.opa.cool\/index.php\/2024\/05\/07\/bananenstaat\/","title":{"rendered":"Bananenstaat"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach einem wunderbaren Sonnenaufgang und einem wunderbar reichhaltigem Fr\u00fchst\u00fcck (ich hatte so eine Vorahnung..) erklimmen wir das landestypische Aluguer (das sich &#8211; wie durch Zauberei- angesichts eines Touristen in ein Taxi verwandelt- gleicher Wagen, f\u00fcnffacher Preis) und fahren das Tal des Ribeira Grande einw\u00e4rts. Von Coculi aus wollen wir die Drei-T\u00e4ler-Wanderung starten, ein Rundweg bis zum Talschluss und \u00fcber zwei S\u00e4ttel bis Cha das Pedras (Lichtblick: Cha bedeutet soviel wie &#8222;Ebene&#8220;).<br>Der Weg f\u00fchrt immer bergauf durch Bauernland. \u00dcberall wird geerntet oder gegossen, Bananen, Zuckerrohr, Mangos, Papaya. Bew\u00e4ssert wird mit einem System \u00e4hnlich der Levadas in Madeira. Es sprudelt und gluckert in den Bew\u00e4sserungskan\u00e4len, die Fr\u00f6sche quaken aus dem Dickicht, nur in den Fl\u00fcssen findet sich kein Tropfen Wasser mehr. <br>Die Siedlungen sind malerisch an die Steilh\u00e4nge geklebt, viele H\u00e4user sind noch in alter Art gebaut und mit Zuckerrohrstoh gedeckt. <br>Wir passieren eine kleine b\u00e4uerliche Destillerie, in der Zuckerrohrschnaps (hier Grogue genannt) gebrannt wird. Das Feuer brennt noch kaum, die nachbarlichen Abnehmer scharen sich aber bereits erwartungsvoll um den Kessel. Hier bekommt der Ausdruck &#8222;einen Vorschuss bekommen&#8220; eine ganz neue Bedeutung.<br>Tolle Wanderung, viele Eindr\u00fccke ganz neu und vollkommen ungesehen.<br>Nach Mittag verl\u00e4uft sich der Weg (oder wir uns?)  durch schwarze Basaltbl\u00f6cke, die Sonne steht im azurblauen wolkenlosen Himmel im Zenit: Es wird etwas warm f\u00fcr uns.<br>Gottseidank erreichen wir eine befahrbare Stra\u00dfe und ein Sammeltaxi nimmt uns wieder mit nach Ribeira Grande, nachdem es sich wie durch Zauberhand..(siehe oben).<br>Am Abend durchstreife ich noch etwas die Stadt um sicherzugehen, dass es da wirklich nichts zu sehen gibt. Ich plaudere mit dem Kellner des Kaffeehauses \u00fcber den B\u00fcrgermeister, der sich die E-Tankstelle f\u00fcr sein E-Auto (das einzige in ganz Sao Antao) aus Entwicklungshilfegeldern finanzieren hat lassen. Und ich sehe die \u00fcblichen Spannungen eines Schwellenlandes, indem Arm und Reich zu weit auseinander und doch zu nahe liegen.<br>Sp\u00e4ter noch ein romantischer Sonnenuntergang auf der Dachterrasse. Und f\u00fcr das Super Blog ein Super Bock. (local Beer)<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem wunderbaren Sonnenaufgang und einem wunderbar reichhaltigem Fr\u00fchst\u00fcck (ich hatte so eine Vorahnung..) erklimmen wir das landestypische Aluguer (das sich &#8211; wie durch Zauberei- angesichts eines Touristen in ein Taxi verwandelt- gleicher Wagen, f\u00fcnffacher Preis) und fahren das Tal des Ribeira Grande einw\u00e4rts. 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